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 Betreff des Beitrags: in den beliebigen ...
BeitragVerfasst: Sa 11. Jan 2020, 07:46 
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in den beliebigen raum
fällt der mond ein
durchdringt das warten
auf licht
mit einem einfall
wie
die finsternis
eine annahme sei
weil wir nichts sehen
armselig geschöpfe
mit ihrer rache befaßt
während die nächtlichen
in frieden
jagen

_________________
bye, bye, my I


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 Betreff des Beitrags: Re: in den beliebigen ...
BeitragVerfasst: Sa 11. Jan 2020, 18:21 
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Registriert: Do 20. Aug 2015, 21:02
Beiträge: 1506

ui, diese aktiven, erfolgreichen, nachtssichtigen Jäger!
Möchte aber doch nicht mit ihnen tauschen.
Jammere lieber dem Licht hinterher, möchte noch das Dämmern festhalten.
Aber es geht ja aufwärts.

Und dabei kann es nicht nur an der Dunkelheit liegen, wir haben doch schließlich mit diversen Lichtquellen die Nacht zum Tage gemacht.
Und wie ich die Lampenallee mit dem orangenen Ausstoß hasse, die die Vögel singen macht in der Nacht, sie verwechseln Tag und Nacht.

Habe den lieben Mond vergessen. So ein zuverlässiger Geselle. Nunja, er kann sich leicht lustig machen über uns, obwohl auch er nur unter geborgter Sonne strahlt.


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 Betreff des Beitrags: Re: in den beliebigen ...
BeitragVerfasst: So 12. Jan 2020, 16:19 
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Ich kann mich auch nur schwierig einordnen in diesen Gedicht.
Da sind die, die auf Rache aus sind, und solche die in einer Seelenruhe zu jagen belieben. Hohe Herren? Was jagen sie? Tiere? Menschen? Mir fehlt bei beiden Gruppen die eine Gewissensfrage, oder der Zweck der Jagt. Z.B zum Überleben, um mich damit zumindest in etwa zu identifizieren. Auch, warum die anderen nach Rache sinnen? Vielleicht Neid? Auf was? Die Jagt?
Beide Gruppen scheinen den Lebensinn zu verfehlen. Es ist ein beliebiger Raum, es sind die armseligen Geschöpfe, die irren und der unbedarfte Mond, der einfällt... solche die nicht sehen. Eine schwierige Situation - da ist kein Miteinander, nur ein Gegeneinander, oder ein Allein...

Das Gedicht ist, wie ich meine, in seinen Denkanstößen und Schilderungen sehr gut gelungen. Nicht einfach, aber sehr gut ... es spiegelt so einiges der Zeit wieder. smiley_99:


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 Betreff des Beitrags: Re: in den beliebigen ...
BeitragVerfasst: So 12. Jan 2020, 18:03 
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Registriert: Sa 11. Jun 2005, 17:20
Beiträge: 19988
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es geht auch nicht nur um menschen, annabel, sondern um alle lebewesen.
und ja, natur ist kampf und krieg, besonders beim menschen und auf besonders zerstörerische weise, aber beiweitem nicht nur. aber irgendwie unterscheidet er sich von den nächtlichen und den anderen wesen. bei keinem anderen als uns ist ja das ziel, die natur zu besiegen, das ist nur dem menschen eingefallen.
das war natürlich meine hoffnung, daß das gedicht einiges unserer zeit spiegelt.

auch für deine leseweise, bess, ganz, ganz vielen dank, ich finde es immer toll, wenn ein gedicht etwas anregt smiley_19:

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 Betreff des Beitrags: Re: in den beliebigen ...
BeitragVerfasst: So 12. Jan 2020, 19:00 
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Registriert: Mo 20. Aug 2007, 11:48
Beiträge: 8493
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Das Gedicht gefällt mir sehr gut.
Spricht ich irgendwie an.

_________________
jedes nicht festgehaltene wort ist ein verlorenes wort - schreiben gegen die zeit, die noch bleibt ©mbpk


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 Betreff des Beitrags: Re: in den beliebigen ...
BeitragVerfasst: Mo 13. Jan 2020, 16:14 
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Beiträge: 5127
Wohnort: Olbernhau

Eva hat geschrieben:
es geht auch nicht nur um menschen, annabel, sondern um alle lebewesen.
und ja, natur ist kampf und krieg, besonders beim menschen und auf besonders zerstörerische weise, aber beiweitem nicht nur. aber irgendwie unterscheidet er sich von den nächtlichen und den anderen wesen. bei keinem anderen als uns ist ja das ziel, die natur zu besiegen, das ist nur dem menschen eingefallen.
das war natürlich meine hoffnung, daß das gedicht einiges unserer zeit spiegelt.



Das erschließt sich mir, Eva. smiley_45:
Auch mag ich in deinem Vers sehr, wie sich die helle und die dunkle Seite vorsichtig öffnet, um eine (zage) Begegnung zu versuchen.


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 Betreff des Beitrags: Re: in den beliebigen ...
BeitragVerfasst: Mo 13. Jan 2020, 17:45 
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danke dir smiley_101:

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