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 Betreff des Beitrags: fahrt
BeitragVerfasst: So 15. Okt 2017, 19:52 
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fahrt


engel brennen hier manchmal
die nächte hindurch

es ist die intensität der lettern
die sie hervorhebt

was die scheibenwischer auswaschen
verschwommene dörfer

und am ende sind die fenster
nicht aufzukriegen

ich kann niemanden mitnehmen
ich bürge nicht für mich
ich weiß nur im wald werden meine gedanken
die des waldes

_________________
bye, bye, my I


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 Betreff des Beitrags: Re: fahrt
BeitragVerfasst: So 15. Okt 2017, 21:43 
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Registriert: Do 20. Aug 2015, 21:02
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Oh, was für ein Schockeinstieg!
Zitat:
engel brennen hier manchmal
die nächte hindurch

Ich sehe Flammen.
Friedlich dann am Ende die Gedanken des Waldes.


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 Betreff des Beitrags: Re: fahrt
BeitragVerfasst: Mo 16. Okt 2017, 10:39 
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Hat für mich den Anschein eines Albtraums.

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jedes nicht festgehaltene wort ist ein verlorenes wort - schreiben gegen die zeit, die noch bleibt ©mbpk


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 Betreff des Beitrags: Re: fahrt
BeitragVerfasst: Di 17. Okt 2017, 06:54 
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das spricht mich wieder sehr an. "engel brennen hier manchmal die nächte hindurch" das erzählt von leidenschaft und hingabe. da wird die nacht zum tag.
im zweiten vers sehe ich das ergebniss der mühen: " es ist die intensität der lettern die sie hervorhebt" - das besondere, gewichtige...
und der blick eines anderen "die verschwommenen dörfe", oder der blick einer gesellschaft, der alles verwischte, wie schemen, umrisse, unklarheit, andeutungen.
im vierten vers: " und am ende sind die fenster nicht aufzukriegen" zeigt es so viel von machtlosigkeit und schwäche und das wissen darum, das sich bis in die letzten zeilen zieht
und der einzigen möglichkeit, die sich offenbart: die flucht in den wald. welche hier für klarheit steht ...

nur ein paar gedanken dazu. ich hoffe, ich liege richtig...

sehr schön eva. kraftvoll, tief und gehaltvoll smiley_86:


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 Betreff des Beitrags: Re: fahrt
BeitragVerfasst: Do 19. Okt 2017, 12:35 
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ganz lieben dank euch!

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